Der Deutsche Tennis Bund: Ein Verband - viele Gesichter
Über die Frage, warum sie beim Deutschen Tennis Bund ihren persönlichen Traumjob gefunden hat, muss Katharina Bleser nicht lange nachdenken: "Sport ist mein Leben und Tennis hat mich schon immer begeistert. Hier kann ich mich jeden Tag mit genau diesen Themen beschäftigen." Die 27jährige Schwäbin ist die jüngste Mitarbeiterin der DTB-Geschäftsstelle am Hamburger Rothenbaum. Sie koordiniert das Ressort "Ausbildung und Entwicklung" und ist außerdem für die Teilbereiche Mitglieder- und Sportentwicklung, Breitensport und Schultennis verantwortlich.
"Die Vielfalt der Aufgaben macht meinen Job unheimlich abwechslungsreich und spannend. Man lernt viele interessante Menschen kennen, mit denen man auf unterschiedliche Weisen zusammenarbeitet - das macht mir einfach Spaß." Seit 2007 arbeitet Bleser bereits beim Deutschen Tennis Bund. Der Kontakt zum Verband ergab sich kurz nach Blesers Abschluss an der Deutschen Sporthochschule in Köln. "Der DTB wollte das Handlungsfeld Mitglieder- und Sportentwicklung stärken und durch mein Studium und meinen Hintergrund passte die Stelle perfekt zu mir", erinnert sich die diplomierte Sportwissenschaftlerin.
Für den Deutschen Tennis Bund gehört die Mitglieder- und Sportentwicklung heute zu den absoluten Kernaufgaben und auch Bleser sieht das so: "Um die Zukunft unseres Sports zu sichern, müssen wir ihn an die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen anpassen. Konkret bedeutet das, dass wir Entwicklungen wie zum Beispiel das veränderte Freizeitverhalten der Menschen nicht einfach nur wahrnehmen. Wir überlegen uns Strategien, um uns gegen die Konkurrenz durch Kino, Computer oder auch kommerzielle Sportstätten zu behaupten." Es gehört ebenfalls zu den Aufgaben des DTB, die Landesverbände und an der Basis natürlich die Tennisvereine für diese Problematik zu sensibilisieren. "Nur wenn die Vereine sich den Herausforderungen der Gegenwart stellen und offen sind für Veränderungen, können sie langfristig überleben", erklärt Bleser.
Um den Tennisclubs Impulse für eine solche Öffnung zu geben, hat der Deutsche Tennis Bund gemeinsam mit den Landesverbänden zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. "Aktionen wie zum Beispiel ,DEUTSCHLAND SPIELT TENNIS!' wurden von uns entwickelt, um den Vereinen die Möglichkeit zu geben, sich der Öffentlichkeit medienwirksam zu präsentieren und so neue Mitglieder zu gewinnen", berichtet Katharina Bleser. Den teilnehmenden Vereinen stellt der DTB kostenlos Werbemittel zur Verfügung und gibt außerdem wertvolle Tipps und Anregungen. Ein weiteres gutes Beispiel für die DTB-Sportentwicklung ist Cardio Tennis. Hintergrund dieses Projektes ist das gesteigerte Gesundheitsbewusstsein der Deutschen. Die Menschen werden immer älter und viele von ihnen suchen nach Möglichkeiten, sich im Alter fit zu halten. Doch auch junge Leute leben heute viel bewusster. "Diesen Trend haben wir frühzeitig erkannt und aufgegriffen. Mit Cardio Tennis bieten wir nun genau das, was gefragt ist - Sport, Spaß und gesunde Fitness. Und das alles findet man im Tennisverein um die Ecke", so Bleser.
Neben solchen nationalen setzt der Verband auch internationale Projekte um. Im Fokus steht momentan besonders "PLAY+STAY", eine Initiative der International Tennis Federation (ITF) zur Förderung des Tennissports. "Gemeinsam mit den Landesverbänden koordinieren wir die Aktionen, die im Rahmen von PLAY+STAY durchgeführt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der erste deutsche "PLAY+STAY"-Kongress, der im September in Kooperation mit dem Sächsischen Tennis Verband in Leipzig stattfinden wird." Dort stehen Vorträge und Praxisdemonstrationen zu den Möglichkeiten der Umsetzung von "PLAY+STAY" in der Schule oder im Wettkampfbereich auf dem Programm. Besonders stolz ist Katharina Bleser auf die neue Vereins-Broschüre "Zukunft Tennisverein", die ab Ende Februar erhältlich ist. Die Publikation richtet sich vor allem an diejenigen Vereine, die ihr Angebot erweitern möchten. "Wir stellen dort Varianten vor wie zum Beispiel Beach Tennis oder Street Tennis. Mit solchen Alternativen können wir unseren Sport besonders für den Nachwuchs attraktiv gestalten und so die Jugend in die Vereine holen", berichtet Bleser.
Die junge Frau steckt voller Begeisterung für ihre Arbeit, das merkt man sofort. Umso erstaunlicher, dass Bleser bis vor wenigen Jahren ganz andere berufliche Pläne hatte: "Während des Studiums habe ich eigentlich nie daran gedacht, irgendwann einmal in einem Verband zu arbeiten. Nach einem Praktikum in der Marketingabteilung der American Football Mannschaft ,Cologne Centurions' war ich mir eigentlich sicher, dass meine Zukunft im kommerziellen Zuschauersport liegt." Doch gegen Ende ihrer Studienzeit in Köln begann sie, sich für die Verbandsarbeit zu interessieren: "Durch verschiedene Seminare habe ich entdeckt, wie spannend das ist. Was mir schon damals besonders gefallen hat und was mich auch heute noch motiviert: Ich arbeite für eine gute Sache." Was genau sie damit meint, erklärt Katharina Bleser so: "Unser Produkt ist der Sport, das Miteinander verschiedenster Menschen auf dem Tennisplatz. Das ist doch wunderbar, da kann ich voll und ganz dahinterstehen."
Quelle: Pressemeldung Deutscher Tennis Bund e.V. (DTB)
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