Deutsche Schwergewichte bringen sich in Position
Doch auch für die einheimischen Golfer war es ein guter Tag bei Deutschlands einzigem Profiturnier. In Martin Kaymer, Bernhard Langer, Alex Cejka und Marcel Siem haben die vier prominentesten deutschen Spieler am Wochenende noch alle Chancen auf eine Spitzenplatzierung.
"Es ist immer schön, so einem Auftakt eine gute zweite Runde folgen zu lassen", sagte Dredge. "Allerdings habe ich heute nicht so gut gespielt, ich hatte Probleme. Meine Eagles haben die Runde am Laufen gehalten." Dem 36-Jährigen gelang an den Löchern sechs und elf gleich zweimal das Kunststück, an einer Bahn zwei Schläge gut zu machen.
Vor 14 300 Zuschauern konnte endlich auch Martin Kaymer (Mettmann) strahlen. Nach seinem enttäuschenden Auftakt mit einer 71er-Runde gelang ihm eine 68, womit er sicher den Cut (141 Schläge, drei unter Par) überstand und nun den geteilten 33. Platz belegt. Bei acht Schlägen Rückstand auf Dredge wagte der 25-Jährige sogar eine kleine Kampfansage. "Ich brauche ein sehr gutes Wochenende", sagte er, "aber der Platz bietet ja auch viele Birdiechancen. Eine Top-Fünf-Platzierung ist drin." Ob es noch für den Sieg reichen könne, hänge allerdings davon ab, was an der Spitze passiere.
Noch einen Schlag vor Kaymer rangiert Alex Cejka (München) auf Platz 22. Nach einer 71 am Vortag gelang ihm mit einer 67 die bisher beste Runde eines Deutschen bei dieser BMW International Open. Insbesondere seine ersten neun Löcher waren mit sechs Birdies und zwei Bogeys ein Spektakel. "Auf den zweiten neun Löchern sind dann leider weniger Putts gefallen, aber insgesamt bin ich zufrieden", sagte der 39-Jährige, der zuletzt mit einem achten Platz bei der US Open glänzte. "Ich bin im Kopf gut da, es macht mir Spaß", beschrieb er sein Befinden.
Gleichauf mit Kaymer folgt Bernhard Langer (Anhausen). Der 52-jährige Altmeister fügte bei der 20. Turnierteilnahme seiner 70er-Runde vom Vortag eine 69 hinzu und berichtete danach von gutem Spiel, aber zu wenig Fortüne auf den Grüns. Mit Blick auf das Wochenende sagte Langer: "Ich hoffe, den Ball weiter gut zu treffen und die Putts zu lochen. Dann kann zwei, drei unter Par leicht zu fünf, sechs unter Par werden."
Auch Marcel Siem (Ratingen) überstand den Cut, sehr zu seiner Erleichterung. "Auf meinem Heimatplatz ist das auch das Mindeste", so der 29-Jährige, der als Jugendlicher viele Jahre in Eichenried gespielt hat und es in den beiden letzten Jahren bei der BMW International Open dennoch nicht über die Halbzeit hinaus schaffte. Nun wolle er "Gas geben" und am Sonntag außerdem "mit allen hier Deutschland gegen England gucken", erklärte Siem. Die BMW International Open wird dann bereits um 15.45 Uhr enden, damit Spieler wie Fans auf der Anlage den WM-Klassiker von Beginn an verfolgen können.
Während sich die Schwergewichte des deutschen Golfsports also noch einiges ausrechnen können, scheiterten die anderen elf heimischen Starter am Cut. Sie teilten dieses Schicksal mit einigen der Topfavoriten dieser BMW International Open. Der Weltranglisten-Sechste Ernie Els (Südafrika) verpasste mit 142 Schlägen das Wochenende ebenso wie Robert Karlsson (Schweden, 143), Titelverteidiger Nick Dougherty (England, 145) und Sergio García (153). Letzterer setzte dafür modisch Akzente. Im Hinblick auf das entscheidende WM-Gruppenspiel seiner Spanier am Abend gegen Chile trat er im Nationaltrikot an.
Die bisher beste Runde des Turniers gelang dem Schotten Stephen Gallacher. Er benötigte nur 63 Schläge - und katapultierte sich damit vom 150. auf den geteilten 47. Platz.
Quelle: Pressemeldung BMW AG
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(Rang 150 auf golfer-news.de)
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