Wirtschaftlichkeit der Golfanlagen verbessert

08.12.2008 | Wiesbaden
Eine positive Bilanz können die deutschen Golfanlagen für das Geschäftsjahr 2007 ziehen. Der aktuelle Betriebsvergleich des Deutschen Golf Verbandes (DGV) zeigt, dass sich die Wirtschaftlichkeit der im DGV angeschlossenen Golfclubs und -anlagen im Jahr 2007 weiter verbessert hat.

An dem Branchenvergleich, den der DGV seit mehr als zehn Jahren als Service für seine Mitglieder durchführt, nahmen über 150 Golfanlagen teil.

2007 war für die deutschen Golfanbieter ein gutes Geschäftsjahr - bei Betrachtung der Gesamtentwicklung sogar das beste Jahr seit zehn Jahren. Die positive Einnahmenentwicklung und die moderat gestiegenen Kosten führten erstmals zu einer geringen Überdeckung im Betriebshaushalt. Bei Einnahmen von durchschnittlich knapp über einer Million Euro pro 18-Löcher-Anlage fällt die Steigerung mit insgesamt 2,3 Prozent deutlich höher aus als in den drei Jahren zuvor. Dabei entwickelten sich der Betriebshaushalt (ohne Einnahmen, die für Investitionen bestimmt sind) mit einem Plus von 2,7 Prozent auf rund 884.500 Euro positiv, der Investitionshaushalt (Einnahmen, die für Investitionen bestimmt sind) bei einem Ergebnis von knapp 117.000 Euro mit -1 Prozent leicht negativ. Auch die Ausgaben (ohne Abschreibungen) sind im Schnitt um 11.200 Euro auf nunmehr rund 878.000 Euro gestiegen, der Betrag ist jedoch mit 1,3 Prozent vergleichsweise geringer gewachsen als die Einnahmen des Betriebshaushaltes. Einem durchschnittlichen Betriebshaushalt von rund 884.500 Euro bei einer 18-Löcher-Anlage stehen demnach durchschnittliche Gesamtaufwendungen ohne Abschreibungen von 877.800 Euro gegenüber.

Darüber hinaus zeigt der Betriebsvergleich 2007, dass die Greenfeepreise stiegen. Die Spielgebühren sowohl während der Woche als auch an den Wochenenden und Feiertagen wiesen eine deutliche Erhöhung um 2,25 Euro (+ 5,7 Prozent) beziehungsweise um 2,99 Euro (+ 6,1 Prozent) zum Vorjahr auf. Wochentags stieg das Greenfee im Durchschnitt von 39,25 Euro auf 41,50 Euro und an Wochenenden von 49,36 Euro auf 52,35 Euro. Der Trend der letzten Jahre, in denen die eingeschränkten Spielrechte (beispielsweise Greenfee-Mitgliedschaften und Fernmitgliedschaften) teilweise deutlich zunahmen, hat sich nicht fortgesetzt, bleibt aber mit 22 Prozent auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2000 lag der Anteil nur bei fünf Prozent.

Eines bleibt nach wie vor deutlich: Rund 84 Prozent der gesamten Einnahmen der Golfanlagen werden durch die Clubmitglieder beziehungsweise Spielberechtigten aufgebracht. Lediglich knapp neun Prozent der Einnahmen stammen aus Greenfee-Zahlungen von Gästen. Dies zeigt sich auch bei den gespielten Runden: über 85 Prozent der Gesamtrunden auf 18-Löcher-Anlagen werden von Mitgliedern gespielt.

Quelle: Pressemeldung DEUTSCHER GOLF VERBAND e.V.

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